Fakultät für Gesundheits- und Pflegewissenschaften

Geübt wird an Puppen, sogenannten Simulatoren. Diese beiden Puppen werden bald durch computergesteuerte Simulationspuppen aus Amerika ersetzt werden.
Geübt wird an sogenannten Simulatoren, die über weiche Plastikteile verfügen, um Spritzen zu verabreichen. Die jetzigen Puppen werden in ein paar Monaten durch computergesteuerte Simulationspuppen aus Amerika ersetzt werden.

Bereits seit 1976 gibt es an der Bethlehem Universität die Fakultät für Pflege- und Gesundheitsberufe. Die Universität Bethlehem war damals die erste und einzige Universität in Palästina, die Bachelor-Abschlüsse für Krankenpflege anbot. Unterdessen bieten jedoch alle Universitäten in der Westbank Diplome für Pflegberufe an. Die Fakultät für Gesundheits- und Pflegewissenschaften  sei, so erklärte der Rektor, Brother Peter Bray, die stärkste Fakultät der Bethlehem Universität, weil die Studeninnen sehr gute Job-Aussichten haben. Für den Bereich Nursing bewerben sich jeweils 600 junge Leute auf 40 Studienplätze. Weitere Studiengänge mit Bachelor und Master-Abschlüssen sind die Hebammenausbildung, die Notfall-Zusatzausbildung, die Ausbildung Neonatologie, Physio- und Ergotherapie. Wir wurden von drei Dozentinnnen und der Dekanin Mariam Samara Awad empfangen und obwohl sie nur sehr wenig Zeit hatten, infomierten sie uns über ihre Situation. Das Hauptproblem der Nursing-Faculty ist, dass sie zu wenig Geld zur Verfügung hat, um die Infrastruktur auszubauen: Es gibt nur sehr kleine Klassenzimmer, medizinische Instrumente und Hilfsgeräte fehlen fast gänzlich. Ausserdem ist es nicht möglich für alle Student/innen Praktikumsplätze zu finden, wegen deren eingeschränkter Bewegungsfreiheit und weil es in der Westbank nur wenige Spitäler gibt. Die besten Spitäler befinden sich in Jerusalem. Die Dozentinnen berichten über die gleichen Hindernisse, wie die Studentinnen: Politische Probleme und Instabilität im Land führen zu vielen Einschränkungen und erschweren den Alltag. Ausserdem gibt es keine Radiologie und keine Bestrahlungstherapien, weil die Israeli dafür keine Bewilligung erteilen. Draussen im Gang steht ein blumengeschmücktes Foto der früheren Dekanin, die vor drei Wochen an Krebs gestorben ist. Die Stimmung im Sitzungszimmer ist denn auch gedrückt und man gewinnt den Eindruck, dass diese Dozentinnen recht unter Druck stehen und eine grosse Last tragen.

Die Dozentin Amal Abu Nijmeh Fakouri erklärt, wie sie anhand von Puppen unterrichtet. Die Muslima wollen aus reliogiösen Gründen keine Haut zeigen und technische Aufgaben, wie Spritzen, Blutentnahme oder Körperpflege können daher nur an Puppen geübt werden.
Die Dozentin, Hanan Saca-Hazboun, erklärt, wie sie anhand von Puppen unterrichtet. Die Muslima wollen aus religiösen Gründen keine Haut zeigen und technische Aufgaben, wie Spritzen, Blutentnahme oder Körperpflege können daher nur an Puppen geübt werden.

 

Die strahlenden „Nursing-Students“, die wir heute interviewen, versprühen trotz allen Schwierigkeiten Zuversicht und Energie. Sie sprechen alle ausgezeichnet Englisch und hoffen, dass sie einmal Gelegenheit haben werden, im Ausland ein Praktikum zu absolvieren und sich weiter zu bilden.

Sawsan, Pauline, Jojo, Narmeen, Huda & Mirna träumen alle von einem Exchange-Program im Ausland.
von links nach rechts: Sawsan, Pauline, Jojo, Narmeen, Huda & Mirna träumen alle von einem Exchange-Program im Ausland.

 

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